Höllisch umstritten – Hellboy – Call of Darkness

Hellboy ist wieder da - allerdings statt Ron Perlman gibt es David Harbour zu sehen.
Hellboy ist wieder da – allerdings statt Ron Perlman gibt es David Harbour zu sehen.

Höllisch gut gealtert! Vor 25 Jahren schuf der US-amerikanische Comic-Autor Mike Mignola einen der ungewöhnlichsten Helden der Comic-Geschichte: Hellboy. Jetzt kommt der dritte Teil der Reihe Hellboy – Call of Darkness in die Kinos und ich sehe mit gemischten Gefühlen dem Kinostart entgehen.

Hellboy entstammt der Hölle und es war eine feurige Geschichte. Einst vom russischen Mystiker Rasputin im Auftrag von Nazis beschworen, entstieg der Halbdämon direkt der Hölle. Doch seine Instrumentalisierung durch das Böse wurde von Professor Broom unterbunden, der den jungen Hellboy aufzog, um ihn zu dem zu machen, was er bis heute ist: Der größte Beschützer der Menschheit vor den Mächten der Dunkelheit: Dämonen, mächtige Fabelwesen, Vampire, Hexen und alle weiteren Kreaturen, welche die Mythen-Welt gebiert.
Es ist ja schon fast eine Ewigkeit her, als Hellboy das erste Mal das Licht der Kinoleinwand erblickte. Regiestar Guillermo del Toro landete im Jahr 2004 einen Kassenschlager. Der Titelheld wurde von Ron Perlman gespielt. Der Film erfuhr 2008 mit Hellboy – Die goldene Armee seine Fortsetzung. Regie führte wiederum Guillermo del Toro. Aller guten Dinge sind drei – dachte sich Hollywood und begann mit der dritten Version – wieder unter der Regie von Guillermo del Toro. Akribisch bereitete er seinen Film vor. Doch es kam zum Krach und der exzentrische Regiestar wurde an die Luft gesetzt. Grund waren wohl die Budgetwünsche von Guillermo del Toro.  

Neue Crew bei Hellboy – Call of Darkness
Beim Reboot Hellboy – Call of Darkness hatten neue Leute ihre Finger im Spiel. Das Drehbuch schrieben Andrew Cosby und Christopher Golden gemeinsam mit Mike Mignola, dem Zeichner und Autor der Comic-Vorlage. Das könnte ein Glück für den Film sein, denn Mignola kennt seine Figur natürlich auswendig. Regie führte Neil Marshall, der bisher durch gute TV-Verfilmungen wie Game of Thrones (2014), Hannibal (2015), Westworld (2016) oder Lost in Space (2018) aufgefallen ist.
Nun mein Problem als Fan: David Harbour (einer der Gegenspieler von James Bond in Ein Quantum Trost) ersetzte Ron Perlman in der Titelrolle. Das hat vielen Fans, inklusive mir, übel aufgestoßen. Wir dürfen daher gespannt sein, wie sich Harbour in den teuflischen Fußstapfen von Perlman mach.
Fest steht schon mal: Die Geschichte wird deutlich düsterer und mystischer und unterscheidet sich damit von ihren beiden Vorgängern.

Einfluss von Zeichner Mike Mignola
Mit der ersten längeren Hellboy-Geschichte The Seed of Destruction machte Mike Mignola 1994 auf sich aufmerksam. Erst kurze Zeit zuvor war er mit Frank Miller (Sin City), einem anderen Star der Comic-Szene, zum Dark Horse Verlag gewechselt, um nach Stationen bei DC und Marvel endlich auch seine eigene Vision zu verwirklichen. Sein Zeichentalent schulte er u.a. am Storyboard zu Francis Ford Coppolas „Bram Stoker’s Dracula“, in seine Hellboy-Geschichten lässt Mignola immer wieder Einflüsse aus Sagen, B-Filmen, Monster- und Geistergeschichten, H.P. Lovecraft und Pulp-Storys der 1940er- und 1950er-Jahre einfließen.
Wer die ungeschnittenen Trailer ansieht, versteht, warum der Film im Vorfeld hart diskutiert wurde. Die Motion Pictures Association of America, die amerikanische FSK, hat dem dritten Teil nun ein R-Rating erteilt. Die offizielle Begründung: „Für heftige, blutige Gewalt und Gore und Kraftausdrücke“. In Deutschland ist der Film ab 16 Jahre frei.

Zum Inhalt
Mit geschärftem Schwert, glutroten Hörnern und legendärer Eisenfaust hat Hellboy diesmal eine ganz besonders apokalyptische Mission: Er muss die mächtige Hexe Nimue (Milla Jovovich – die leicht bekleidete Dame aus der Resident-Evil-Reihe und „Das fünfte Element“) und das Monster Gruagach stoppen, die zusammen mit einer Reihe weiterer mythischer Wesen Tod und Zerstörung unter die Menschen bringen wollen. Doch dafür brauchen sie Hellboy. Denn seine Bestimmung war einst, selbst den Weltuntergang zu starten – bis sein Ziehvater Professor Broom (Ian McShane) ihn auf die gute Seite holte und als Spezial-Agent gegen die Monster dieser Welt einsetzte. Während Hellboy nun von Broom für einen Auftrag nach London geschickt wird, zieht Nimue eine Schneise der Verwüstung durch ganz England. Und plötzlich sehen sich Hellboy und seine Mitstreiter Alice (Sasha Lane) und Ben (Daniel Dae Kim) nicht nur mit einer Armee der Finsternis konfrontiert, sondern auch mit ureigenen Dämonen. Die blutrote Schlacht kann beginnen! Die Macher versprechen literweise Blut und Gore – wir dürfen neugierig sein. Ich bin auf eure Meinung gespannt.

Auf Wiedersehen und Film ab im Scala,
Euer Matthias vom Scala-Kinematograph

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