Men in Black International – der Blitzdingser ist wieder da

Als Jugendlicher war ich vom Neuralisator begeistert. Es war ein Gedächtnis-Löscher. Das Teil wurde von den Mitgliedern der Men in Black benutzt für das Löschen von Erinnerungen an Außerirdische. Vielleicht brauche ich einen Neuralisator, wenn ich mir den vierten Teil von Men in Black International ansehe.

Der Neuralisator oder auch Blitzdingser funktionierte recht einfach und effektiv. Der rote, leuchtende Punkt am Neuralisator isoliert die elektronischen Impulse im Gehirn. Man kann ihn nach Stunden, Wochen und Jahren beliebig einstellen. Taste gedrückt und schon ist die Erinnerung gelöscht. Nur wer eine coole Sonnenbrille auf hatte, der war geschützt.
Die Idee von Men in Black war witzig und der erste Teil begeisterte das Kinopublikum. Hollywood roch ein Geschäft und brachte Fortsetzungen ins Kino und ins Fernsehen.
Kann uns jetzt Men in Black International noch etwas Neues bringen? Ist das Thema nicht komplett ausgelutscht? Nun, die erste Neuerung: Die Jäger von Außerirdischen sind nun in London stationiert. Die Regie für die Science-Fiction-Action-Komödie führte F. Gary Gray, der den Älteren von uns als Video-Clip-Regisseur bekannt ist. Sein sicher bekanntester Kinofilm ist Fast & Furious 8 (The Fate of the Furious) aus dem Jahr 2017. Und da in MiB 4 viele Autos vorkommen, ist er wohl der richtige Mann am richtigen Ort.

Wer genau hinsieht, kann die alten Helden erkennen. Foto: Sony
Wer genau hinsieht, kann die alten Helden erkennen. Foto: Sony

Die Zeiten von Will Smith und Tommy Lee Jones gehören der Vergangenheit an. Die neuen Men in Black sind Chris Hemsworth und Tessa Thompson. Moment, es heißt Männer in Schwarz und Tessa Thompson ist eindeutig eine Frau. Und die bringt Schwung in den Haufen. Das neue Duo muss sich um einen Maulwurf kümmern, der in den eigenen Reihen wütet. Ach ja, und wer genau hinschaut, wird Will Smith und Tommy Lee Jones im neuen Film wiederentdecken und zwar als Gemälde an der Wand. Die Bilder zeigen den Boss-Kampf aus dem ersten Teil von 1997.

Die MiB-Serien im Kino und TV
Es ist inzwischen der vierte Kinofilm von Men in Black. Der erste Men in Black von 1997 war ein ziemlicher Erfolg, was sicherlich an der wunderbaren Kombination von Will Smith und Tommy Lee Jones lag. Die beiden spielten sich aufgrund eines durchdachten Drehbuchs von Ed Solomon unter der Regie von Barry Sonnenfeld die Bälle zu. Dem Publikum hatte die Science-Fiction-Persiflage großen Spaß gemacht und sorgte für kurzweilige Unterhaltung. Der Film spielte bei einem Budget von 90 Millionen US-Dollar allein in den USA 250 Millionen Dollar ein, weltweit waren es 590 Millionen US-Dollar.
Es gab von 1997 bis 2001 noch eine Zeichentrick-TV-Serie, die von Amblin Entertainment und Columbia Pictures produziert wurde. In Deutschland lief diese Zeichentrickserie im Nachmittagsprogramm von ProSieben Maxx unter dem Titel MIB: Men in Black – The Animated Series. Ich hab es nie gesehen und kann nichts dazu sagen.
Es folgten dann Men in Black II (2002), Men in Black 3 (2012). Schon 2013 gab Sony bekannt, dass ein vierter Teil kommen soll. Der dauerte allerdings dann doch etwas länger, bis er nun als Men in Black: International auf die Kinoleinwand kommt. Und MiB 4 passt in unsere Zeit mit all ihren Verschwörungstheorien.

MiB-Musik von Danny Elfman
Was mich an MiB International besonders freut, ist die Tatsache, dass Danny Elfman schon zum vierten Mal den Soundtrack zum Film beisteuert. Über Danny Elfman habe ich bereits viel im Blogpost über den gefloppten Dumbo-Film von Tim Burton geschrieben. Beim Soundtrack zu den Men in Black-Filmen mag ich den Score von Danny Elfman sehr, die Songs verschiedener Künstler weniger. Ich bin gespannt, wie der Score zu Men in Black 4 International im Kino wirkt.

Auf Wiedersehen und Film ab im Scala,
Euer Matthias vom Scala-Kinematograph

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